Jazz Weekend, Reinach BL
      
25. Juni 2005 Jazz-Night

 

Nach einem äusserst erfolgreichen ersten Konzert mit seiner neuen Band im Albisgüetli im März 2005, stand für Heinz Flueckiger und seine neue Formation in Reinach ein eher ungewöhnlicher Anlass bevor! Country-Musik an einer Jazz-Night?? Spätestens nach diesem Konzert wusste jeder: Ja, das ist möglich!
Mit einem vielseitigen Programm aus Country, Swing, Texas-Swing und Blues begeisterten Heinz Flueckiger und seine Musiker auch eingefleischte Jazz-Freunde und überzeugten musikalisch ohne Zweifel! Von den insgesamt vier Show-Bühnen der Jazz-Night in Reinach gab es auf dem Platz bei Heinz Flueckiger schon nach den ersten Klängen des Konzertes keinen einzigen Sitzplatz mehr. Dies hinderte das Publikum jedoch nicht daran, dem Konzert beizuwohnen und so war der Platz schon bald bis zur hintersten Ecke mit Gästen gefüllt. Es wurde mitgetanzt und mitgesungen und das Publikum wollte die Band nicht mehr von der Bühne lassen. Mit stehenden Ovationen forderten sie die Musiker immer wieder zu Zugaben auf, so dass diese erst um 1.30 Uhr zum definitiven Schluss kamen!

 

Dazu ein Beitrag aus der lokalen Presse:
Das Jazz-Weekend ist aus dem Reinacher Veranstaltungskalender nicht mehr wegzudenken. Zum achten Mal ging es dieses Wochenende über die Bühnen. Trotzdem stellte es heuer eine Premiere dar: Aus der Einsicht heraus, die Gemeinde könne nicht alles machen, lege sie die Organisation in bewährte Hände, so Gemeinderätin Eva Chappuis. Erstmals wurde es durch den Verein Kultur in Reinach organisiert. Präsidentin Gerda Massüger schreibt im Programm-Flyer: „Ich danke allen, die das Jazz-Weekend durch ihr Mitwirken ermöglicht haben und nicht zuletzt auch den Sponsoren, ohne die der beliebte Anlass nicht realisierbar wäre“.

Doch nun hinein ins Vergnügen. Auf dem Weg zum Gemeindehausplatz begegneten die Besucher traditionsgemäss zuerst der „Marching Band“ mit Grand Marshali Rene Wiegand; eine herrliche Einstimmung - man wähnte sich in der Bourbon Street von New Orleans. Sinngemäss war es denn auch der „Bourbon Street Jazz Band“ aus Luzern vorbehalten, den Abend zu lancieren; mit fetzigem, originell arrangierten Oldtime-Jazz-Hits verwöhnten sie das Publikum.
Das Rad musikalisch zurückgedreht
Nebst den bekannten Bandstands wurde erstmals auf dem Angensteinerplatz in einem Festzeit musiziert. Die „Crazy Safes“ drehten das Musikrad zurück und spielten Hits aus den 60er-Jahren, a la Beatles beispielsweise. Heinz Flueckiger, Preisträger des «International Country Award 2004» in der Kategorie Solokünstler, bot diesmal aber mit seiner Band ein buntes Set an Country, Blues und Swing vom Feinsten; mit „Standing Ovations“ um 01.30 Uhr(!).
Auf dem Ernst Feigenwinter-Platz spielte die „New Castle Jazz Band“ vorwiegend aus dem Repertoire der; berühmten All Stars; und dies virtuos. Abgelöst wurden sie von den „Blues Rooster“, wo jeweils die hartgesottenen Bluesfans auf ihre Rechnung kommen. Und ‚last but not least’ die Bühne bei der Schreinerei Wenger: Dort begegneten die Besucher der „Backyard, Tub, Jug and Washboard Band“. Diese teils ehrwürdigen Herren sind Garant für authentischen New Orleans Jazz aus den Jahren, als die Musiker sich - mangels Geld - mit Notinstrumenten wie Whisky-Jug, Noseflute und 20 “andern Instrumente” behalfen.

Dieter Schweingruber, der Louis Armstrong nicht nur mit der Trompete interpretierte, sondern auch mit seiner Stimme seine Verehrung für diesen aussergewöhnlichen Musiker zum Ausdruck brachte, bot mit seinen „Dixie Surprise“ fetzigen Dixieland. Zum ebenfalls traditionellen Jazz-Brunch am Sonntag auf dem Gemeindehausplatz spielte die „Original Dixie Revival Set Company“; mit herrlichen Arrangements (nach Noten) und brillanten Solis. Bis zum nächsten Jahr: „keep swinging“. (eng)

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